Montag, 5. Juni 2017

Kamptaler Landpartie Juni 2017

Arche Noah - oder das Paradies für grüne Daumen

Mein Liebster geht nur eng umschlungen oder „Hand in Hand“ durch dieses Paradies mit mir. Wobei dies nicht unbedingt nur aus Liebe geschieht, sondern vielmehr, weil mich der absolute Kaufrausch überfällt, sobald ich die Treppen in dieses Grünzeugparadies erklommen habe. Gemüseraritäten aller Arten, Obst- und Rankgehölze. Es gibt immer etwas zu entdecken.

Arche Noah
Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung

3553 Schiltern, Obere Straße 40

Schaugarten und Pflanzenverkauf bis 8. Okt. geöffnet
Dienstag - Freitag 10-16 Uhr
Wochenenden und an allen Feiertag von 10-17 Uhr

Kamptaler Landpartie Juni 2017

selbst Gebrautes - ausgezeichnet

Langenlois ist Österreichs größte Weinstadt. Ganz Langenlois hat sich dem Wein verschrieben. Ganz Langenlois? Nein! Ein unbeirrbarer Gastronom hört nicht auf sein Bier zu brauen. Ich verstehe das. Ist doch dieser Gerstensaft von ganz besonderer Qualität. Besonders das Weizene, hui das hat es mir angetan… Und auch die bodenständige Wirtshausküche ist durchaus empfehlenswert.
Braugasthaus zum Fiakerwirt
3550 Langenlois, Holzplatz 7
Mi-Sa 7-22 Uhr,
So und Feiertage 8-15 Uhr,
Mo 7-14 Uhr
Dienstag Ruhetag

Kamptaler Landpartie Juni 2017

Das Mehl vom Müller - Neumayer


Wer sich mit dem Gedanken trägt, selbst Brot zu backen, sollte dem Mühlen-Laden in Hadersdorf einen Besuch abstatten. Neben den vielfältigen Mehlsorten (von ganz dunkel bis ganz hell, von Dinkel bis zum Roggen) gibt es reines Meersalz, Brotgewürze und trockenen Biosauerteig zu erwerben. Und ich sage es euch, selbstgebackenes Brot ist selbstgebackenes Brot #Luxuslandleben ;-)

Mühlen-Laden
Alexander Neumayr e.U.

Schillerstraße 8, 3493 Hadersdorf

Montag bis Freitag
7.30-12 Uhr und
13-17 Uhr

Kamptaler Landpartie Juni 2017

Die Spindel - Wolle von glücklichen Schafen für gesunde Menschen

Mitten in Langenlois hat sich eine wunderbare Frau mit ihrer Leidenschaft niedergelassen. Ulrike und Wolle sind untrennbar miteinander verbunden. Obwohl sie ja eigentlich Kunsthistorikerin ist. Die Wollviertler®Wolle - gibt es in aller Farbenpracht handgesponnen oder die robuste Variante maschinell versponnen. Man und auch frau kann in der Spindel das Spinnen erlernen, vielleicht vorher noch das Färben der Wolle und dann das Ganze Verfilzen oder Verstricken. Es macht Sinn, vor einem Besuch anzurufen, da die gute Frau im ganzen Land heißbegehrt auf Märkten unterwegs ist …

Die Spindel - Dr. Ulrike Müller-Kaspar

3550 Langenlois, Zwettler Straße 67

Telefon: +43-650-5701204

Kamptaler Landpartie Juni 2017


Büffeliges und Zickiges aus dem Kamptal

Einer der Pioniere der Slow Food Bewegung ist Robert Paget. Seine Käse aus Büffel- und Ziegenmilch sind zum Niederknieen oder zum Reinlegen. Obwohl ganz ehrlich betrachtet, ess’ ich sie am liebsten und das alleine. Denn zu zweit oder gar zu mehrt, müsst ich teilen …

Hofkäserei Robert Paget
Büffel- und Ziegenkäse-Spezialitäten

Hofladen
3493 Diendorf am Kamp, Kirchenweg 6

Freitag und Samstag von 10-18 Uhr

Donnerstag, 4. September 2014

Epilog - alle Jahre wieder


Nach dieser Muss-Durchquerung Deutschlands - wobei Nürnberg soll schon ganz nett sein (naja vielleicht ein ander Mal) - waren wir mit wohligen Seufzen in unserem Tschechien angekommen.

Wie auch zuletzt nach unserem 6 Ländertripp setzten wir in Plzen einen Schlusspunkt bei einem herrlichen Bier und großartiger tschechischer Hausmannskost.
Wunderbar.
Tschechien mit seinen Landstraßen, seinen Wäldern, Wiesen und Feldern - sogar nicht stramm und ordentlich in Reih und Glied, lässt unsere Herzen immer wieder freudig hüpfen. Es ist so schön dort. So zum Wohlfühlen. Ein Land wie geschaffen für uns und unser Akadüle.

Gut Prag im Hochsommer kann nicht so wirklich was, außer ein Gedränge und ein Geschiebe. Selber schuld. Was mussten wir da auch rein? Nur weil es angeblich eine Boutique mit Designerstoffen mit 2CVs drauf gibt? Vergesst es ...

Und so schunkelten wir gemütlich gegen Nordosten, ließen unsere Älteste im Ungewissen, dass wir fix an ihrem Geburtstag zuhause sein werden und freuten uns auf ein allgemeines Wiedersehen.

Und ich sage es euch. Kaum waren wir 2 Stunden zuhause, packt einem schon wieder die Sehnsucht, nach unterwegs sein. Die Akadyane ist ein wunderbares Zuhause. Sie bringt uns zuverlässig von A nach B und wenn wir wollen auch nach C. Nirgendwo sonst schlaf ich so gut und Nirgendwo sonst lässt sich das Leben so genießen ... Danke Liebster, ohne dich, hätt ich das alles nicht!


Mittwoch, 3. September 2014

Das Ende naht

Dort wo Karl ruht, beziehungsweise, dort in der Nähe, fand sich das Ende unserer Frankreich-Tour.

Ein Besuch bei lieben Freunden stand noch auf dem Programm bevor endgültig das Ende der Reise in die Akadyane stand. Karlsruhe liegt zwar in Deutschen Landen aber direkt gleich an der Grenze. Und so fuhren wir über Metz (das muss nochmal in Ruhe und ohne Regen besichtigt werden) und Strasbourg rauf nach Haguenau, wo wir schon mal auf einen Kurztripp zu Pfingsten waren. Dort genossen wir nochmal einen Plat du jour und sagten "au revoir!" mit einem wehmütigen Seufzer. Es war so schön, es hat uns so gefreut.

Wir bemühten uns dann noch Freude an Deutschland zu finden. Zwei Tage hatten wir ja. M. weckten uns auch ganz entzückend mit musikalischen Grüßen aus Österreich: Hubert von Goisern. Aber mit Mitteldeutschland haben wir so unser Problem. Was im zweiten Weltkrieg nicht zerbombt wurde, hat das Wirtschaftswunder ruiniert ...

Die Latte liegt hoch

Nun war das hohe "C" Frankreichs dran, von uns unter die Lupe genommen zu werden: die Champagne beziehungsweise der Champagner.
Reims, dachten wir uns, könnte ein interessanter Einstieg dafür sein. Es prickelte nicht so, wie erwartet, dafür bekamen wir einen Chardonnay dort im Cafe zum Niederknien. Allein deswegen muss ich dort nochmal hin ...

Von Reims ab in den Süden, warteten wir gespannt auf die Weinberge. Lang, lang nichts und dann hügelte es sich so ein bisschen links und ein bisschen rechts bis nach Epernay. Die Weinkellereien, also die Gutshöfe der Champagnerproduzenten sahen jetzt auch nicht so einladend aus. Irgendwie haben wir doch so unsere Klischees im Kopf. Und wenn man und auch frau in der Wachau zuhause ist, liegt die Latte einfach hoch.

Okay, der Champagner, den wir dann erstanden, war wirklich sensationell. Aber so das drumherum war irgendwie entäuschend. Der Campingplatz dann auch noch wesentlich teurer als andere und bei weitem nicht so schnuckelig. Nun gut: Champagner werden wir wieder trinken. Ob wir die Champagne nochmals beehren steht in den Sternen ...


Dienstag, 2. September 2014

Gaaanz altes Frankreich

Schön langsam neigte sich unsere Frankreichreise dem Ende zu. Die Kilometer, die zurückzulegen waren, waren einzuteilen. Und was nehmen wir noch mit, auf unserem Trip?

Entscheidungen zu fällen, mache ich das ganze Jahr. Im Urlaub mag ich das gar nicht. Aber es musste sein.

So fiel eindeutig die Entscheidung gegen Paris - eine Großstadt würde gar nicht passen und für Paris brauchen wir Zeit. Das wird ein extra Städtetripp. Vielleicht wieder mit den Kinders?
(Das "Kinders" ist Absicht - so heißt die Gruppe unserer Kinder auf whats app ... ;-))

Aber dafür dachte ich mir, könnten wir doch Senlis einen Besuch abstatten. Gesagt, getan.
Zur Mittagszeit in diesem uralten Teil Frankreichs angekommen, begrüßte uns Senlis mit Kopfsteinpflaster, Kathedrale und Fachwerk überall und wir waren sehr angetan. Zum Mittagsmahl begaben wir uns in eine Tee-Stube. War uns es jetzt auch nicht so bewusst: der Franzose an sich ist ein Teetrinker. Infusion nennt man das aus Kräutern hergestellte Gebräu ...



die 2 Cs der Normandie

In unserem kleinsten Wohnmobil der Welt wird etwas groß geschrieben. Und zwar: Genuss! Wir sind puristisch, luxuriös unterwegs. Das mag dem einen und der anderen widersprüchlich erscheinen, doch genauer betrachtet ist das ganz einfach:

Wir haben alles mit, was wir brauchen. Die Akadyane ist so überschaubar, dass du nichts herumliegen kannst. Unordnung ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Und auf putzen haben wir sowieso beide keine Lust. Wir sind innerhalb weniger Minuten schlaf- und auch wieder fahrbereit. Und wir können uns einem Ding vorzüglich widmen: der Kulinarik. Unser Kühlschrank fasst Vorräte für gut drei Tage. Die Küche ist mit feinsten Gewürzen ausgestatten und auch an Küchenutensilien fehlt nicht einmal der Milchschäumer - also was willst du mehr?

Und nun in der Normandie angekommen, musste NATÜRLICH, was denn auch sonst, eingekauft werden. Diesmal nicht im Supermarkt, sondern bevorzugt bei Produzenten. Beuvron en Auge lockte mich da besonders. Und es war entzückend. Es schüttete zwar wie aus Schaffeln. Erstmals wurde unser Regenschirm aus Chablis ausgeführt. Aber es war entzückend. Wie aus einem Bilderbuch. Ganz, ganz einzigartig. Und es wurde Cidre direkt ab Hof verkauft. Und da war ich dann entzückt.

Übernachtet wurde dann im Tal der Seine bei Pont de l'Arche und siehe da, am Sonntagmorgen, überrascht uns dieses Städtchen doch glatt mit einem Wochenmarkt. Und da kam das zweite C, der Camenbert, noch hinzu und so manches andere Leckerbisschen ...








Montag, 1. September 2014

Krieg und Frieden I

Die Normandie - geprägt nicht nur durch Sandstrände und Steilküsten sondern auch durch geschichtsträchtiges Geschehen.
Frankreichs und auch Europas Befreiung von der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten fand dort unter glorreicher Kooperation verschiedenster Nationen statt. Am prominentesten noch immer eben dort zu finden sind die Briten und die US-Amerikanier.

Wir besuchten den "Pont du Hoc" und den "Omaha Beach" und sie schien bereinigt, die Gegend. Also von der Dramatik dieser letzten Kriegstage. Bunker und Kanonen und Fahnen und Jeeps allerorten, aber die Luft war trotzdem zum Atmen und nicht so, dass dir der Atem stockt.

Was mich sehr erstaunte. Bin ich doch sehr empfindlich für dererlei emotionale Artefakte und dann auch sehr belastet. Es ist nur traurig, dass derart viele Menschen unter dem Einsatz ihres Lebens für das verabscheuungswürdige Ideal anderer sterben mussten.
Aber es ist friedlich und nicht beunruhigend. Die Gegend, Landschaft wunderschön. Und es wird englisch gesprochen. Mit einer Selbstverständlichkeit - sehr erstaunlich.



Freitag, 29. August 2014

Das Highlight - laut Reiseführer

Auf so manchem Reiseführer auf der Titelseite, Normandie und Bretagne werben beide damit, mit Monte Saint Michel, der Klosterstadt.

Und wenn wir uns schon in diesem Teil des Landes aufhalten, dann muss es wohl so sein. Auch wir reisten nach Saint Michel. Dazwischen begeisterte uns noch ein sehr aufgeschlossener Campingplatzbesitzer, der uns ein nettes Plätzchen vor einem nicht bewohnten Mobil-Home offerierte und sehr nett auf Englisch (!) mit uns parlierte.

Ich sag euch eines, die Gezeiten hier sind wirklich faszinierend. Da gibt es wahrlich Inseln mit Häusern drauf, die kannst du bei Ebbe locker zu Fuß erreichen.

Auf alle Fälle stand am nächsten Morgen Saint Michel auf dem Programm. Schon von der Ferne sahen wir ihn da stolz aus dem Meer ragen, den Klostergupf und in fast der gleichen Ferne wurde uns ein Parkplatz zugewiesen. Dann ging es per Gratis-Bus zum Fuß des Monte Saint Michel.

Und damit ist auch schon alles gesagt. Es ist eine Touristenhochburg und besser außerhalb der Hauptsaison zu besichtigen. Wir ließen uns dann vom Menschenstrom bis zum Eingang des Klosters hinaufschieben, drehten dort dann aber standapede um und kehrte wieder um einiges schlauer zurück zu unserer Akadyane, zahlten 6,50 für 1,5 h parken und machten uns auf die "selber Gestrickten" auf in die Weiten der Normandie ...

Donnerstag, 28. August 2014

Piraten!!!


Oder Freibeuter, wie sie romantischer benannt werden. Da das Gendern in diesen historischen Gefilden wirklich unpassend ist, da müssen ja schlussendlich Klischees erfüllt werden, unterlass'ich das jetzt mal eben ;-)

Dinan war aufgrund eines Jahrmarktes unerreichbar zugeparkt. Wieder auf die Route nach Dinard zu kommen, schien fast ein Ding der Unmöglichkeit. Das Navi hat einfach kein Verständnis für temporäre Verhinderungen! Jedoch anhand unseres guten, alten Michelins fanden wir wieder an die Küste und staunten darüber, dass es wirklich Teile Frankreichs gibt die fest in britischer Hand sind.

Als wir mit dem Staunen fertig waren, entdeckten wir schon in der Ferne über die Wogen desAtlantiks hinweg unser eigentliches Ziel: Saint Malo! Diese Hafenstadt blickt auf eine tausendjährige bewegte Geschichte zurück und galt auch als Hochburg der Freibeuterei ...

Die geschlossen Stadtmauer um den historischen Kern hält auch den heftigsten Stürmen stand. Die Strände rund um das Geschichtsträchtige laden zum Baden ein. Im Meerwasserbecken besteht die Möglichkeit des Turmspringens ins Wasser, auch wenn rund herum die Ebbe alles Wasser zurückgezogen hat.

Meine meiste Aufmerksamkeit herhielt aber eine Gruppe von PensionistInnen, die mit olympischen Eifer und Präzision Boule spielten und einer sehr agilen und gelenkigen Dame Applaus zollten, da sie mit dem ersten Wurf auf Tuchfühlung mit der Zielkugel ging.



Merlin und Morgan

Die Artus Sage, sozusagen der Vorläufer der Mantel- und Degenfilme, lockte uns nun weg vom Atlantik in die Mitte der Bretagne: die Broceliande.

Angeblich soll dort in den tiefen der Wälder der Ursprung dieser Sage zuhause und Merlins Grab sein sowie Morgan ihr Unwesen getrieben haben. Im Wald von Broceliande trifft Merlin an der Barentonquelle die Fee Viviane. An dieser Quelle sammeln sich die Feen von "Koncorret" (Das Tal der Feen).

Wir suchten, wir bemühten uns zu finden, aber der Funke sprang nicht über.

Die Broceliande, das ist so ein schönes Wort, bietet Heimat den Fantasy Freaks. Doch meine Phantasie reichte nicht aus ... Fantasy ist nicht meine Welt. Es war nett. Ich würd es nicht missen wollen, weil alleine die Anekdote, des "Naja - geht so ... wir sind halt Waldviertel verwöhnte Österreicher" hat was für sich. Doch ein zweites Mal verlass ich den Atlantik nicht mehr für dich, Merlin oder Morgan ...

Dienstag, 26. August 2014

Rosa Wackelsteine

Die Cote de Granit Rose lockte uns als nächstes Ziel. Und somit begaben wir uns notgedrungen wieder Richtung Osten, also irgendwie heimwärts.

Oberhalb von Lannion gelegen, ist dieser Küstenstreifen schon sehr besonders. Ein netter Elsäßer wies uns auf die Besonderheiten hin, die wir in Tregastel nicht versäumen sollten, auch wo wir parken könnten - wunderbar. Und das ganze auf Deutsch!

Natürlich wurde gebadet und der Liebste musste raus zum rosa Granitbrocken und probieren, ob er sich den Wackeln ließe ... ich blieb dekorativ am Strand. Falsches Schuhwerk.

Innerhalb kurzer Zeit sieht man und auch frau schon den Unterschied der Gezeiten. Es ist immer wieder faszinierend. Vor einer Stunde haben wir da noch gebadet. Jetzt kannst du zu Fuß die Felsen umrunden.

Aber nun genug geplanscht und gebadet. Schließlich wollen wir ja noch der Arthur-Sage auf den Grund gehen und uns in die Tiefen der Wälder Merlins und Morgans in die Broceliande begeben.

Doch vorher war noch ein technischen Problem zu beheben. Frankreichs Straßen haben hervorragenden Grip. Unsere Reifen dadurch nicht mehr so. Somit hieß es: Bitte wenden!




Montag, 25. August 2014

Mantel und Degen

Und da wir schon fast da waren, mussten wir natürlich auch Locronan besuchen. DIE beliebteste Kulisse für Filme des "Mantel und Degen" Genres.

Schön langsam hab ich ja das Gefühl, wir sind überhaupt auf den Spuren der 3 Musketiere unterwegs: die Abbey de Fontany, das Loire-Tal, La Rochelle und nun Locronan.

Es dauerte etwas bis es prickelte. Vielleicht weil zuviel davon geschwärmt wurde. Dann sind die Erwartungen besonders hoch und die Enttäuschung liegt sehr nah.

Aber schlussendlich überzeugte uns dann doch der Rundgang und interessanter Weise vorallem die Kirchen. Die eine große Kathedrale (?) mit ihrem imposanten Glasfenster hinter dem Altar und dann die kleine, bescheidene, an einem Brunnen gelegene Kapelle ... Abgesehen davon, dass wir uns in diesem Städtchen ENDLICH vorbildlich bretonisch einkleideten. Ich in Streifen, der Liebste mit Seemannshemd aus verwaschenem, blauen, robusten Leinen.

Ich denke, wir kommen wieder. Schon alleine deshalb - wir haben ein Jahresticket für den Parkplatz erstanden .... ;-)

Sonntag, 24. August 2014

Kulinarisch unterwegs

Wer die Bretagne bereist, muss sich mit den 3 Cs auseinandersetzen: Crepes, Camenbert und Cidre. Dann natürlich noch Muscheln, Austern und allerlei Meeresgetier. Abgesehen davon, dass in der Bretagne sozusagen die Sardinendosen erfunden und zur Delikatesse erhoben wurden.

Als Geschmacksjäger ließen wir uns natürlich nicht zweimal bitten. Alles muss ausprobiert werden. Ein Vorurteil gilt nicht. Zumindest gekostet muss werden.

Crepes hatten wir bereits. Sowohl in der Snack-als auch in der Restaurant-Variante (in Ponte Aven - malerischer geht es kaum). Absolut zu empfehlen. Vorallem wenn sie auf die traditionelle Weise zubereitet werden: frisch und mit Buchweizenmehl gebacken. Sie heißen dann auch gerne Galette und können auch dicker geraten.

In Douarnenez (auch hier erhielten wir mit unserer Akadyane einen Spezial-Platz mit Meerblick) wurde es dann Ernst. Nach dem Besuch des Schifffahrts- und Fischereimuseums wollten wir bloß einen Espresso und eine Crepes aux Nutella. Doch die Küche hatte noch zu und wir mussten uns ein paar Minuten gedulden. Und so studierten wir die Speisekarte ....

Austern, Muscheln, Carpaccio und Kir Breton sowie ein Chardonnay wurden es dann, nach dem Espresso. Die Crepes ließen wir aus. Und es war sehr witzig, da wir ja nur sehr wenig Französisch sprechen und der Wirt sowie das Personal nur Französisch, bestellten und widerriefen wir in erster Linie via Körpersprache und Mimik. Es hat wunderbar funktioniert.


Azurblau - oder so

In Quimper wurde dann das Reisemitbringsel erstanden - ein Klorad mit sechs Gängen...
Den Empfehlungen von Madame folgenden begaben wir uns dann jedoch nicht auf das Pointe du Raz (Dort müssen Sie Eintritt bezahlen und es sind viel zuviele Leute, fahren Sie nach Pointe de Van, da sehen sie du Raz excellent und es ist frei zugänglich) und fuhren ans Point de Van.
Es war wirklich überwältigend. Wir hatten einen ruhigen, sonnigen Sommertag erwischt. Eine Seltenheit an diesem Zipfel Europas. Der Wind blies. Er blies uns jedoch nicht aus die Socken und so konnten wir dieses Naturerlebnis in Ruhe und ohne Kribbeln im Bauch genießen.
Die besten Crepes aux Nut wurden uns dann auch noch dort serviert. Ein herrlicher Ausflug!


Samstag, 23. August 2014

Bevorzugt

Nun endlich in der Bretagne angekommen, forderte uns auch die Dichte der Möglichkeiten heraus. Was ansehen? Wohin mit uns? Soviel zu sehen, soviel zu tun.
Da natürlich der westlichste Punkt Frankreichs "Pointe du Raz" ein Muss war, beschlossen wir, uns auf das Spiel einzulassen und uns in diese Richtung wehen zu lassen.
Und da wehte es uns glatt in das entzückende Concarneau mit seiner "close ville". Beim Eingang in diesen historischen Teil der Stadt begrüßte uns, wie könnte es auch anders sein, Captain Jack Sparrow. Ein Schausteller als derselbige verkleidet, forderte Tribut für's Ablichten mit ihm und ohne ihn....

Ich liebe dieses Eintauchen in vergangene Zeiten ... auch wenn touristischen aufbereitet, es gelingt doch, sich dieses Zurückversetzen, dieses sich an die Stadtmauer lehnen, aufs Meer Hinausblicken und davon zu träumen, wie es wohl war, damals zu leben und zu lieben. Wie sehr es sich wohl unterschieden hätte, von dem hier und jetzt.

Im Anschluss an die Zeitreise, war wieder Platzsuche angesagt. Und da begegneten wir Maurice und seiner Chefin. Madame, zuvorkommend und gediegen, fast wie aus einem Film, begrüßte uns. Und als sie unser Auto sah, zerfloss sie fast. Nicht nur dass sie uns wichtige Tipps über weitere Stationen unserer Reise gab, sie wies auch ihren dienstbeflissenen Maurice an, uns ein besonderes Plätzchen zuzuweisen. Und es war sensationell!
Eine Wiese, fast für uns alleine, leicht abschüssig - macht uns gar nichts, wir sind flexibel und in der Lage uns selbst gerade zu richten - mit freien Blick auf die Weiten des Atlantiks und 3 Minuten hinunter zur Platzeigenen Badebucht. Herz was willst du Meer?
Der Liebste richtete mir die Freilanddusche. I

ch schlief mit freiem Blick auf den Sternenhimmel und den Atlanik - indoor. Wir brauchten keine Vorhänge ...

Freitag, 22. August 2014

Belesene Hühner

Ich bin ja ein Fan von Viechereien. Mein liebstes Fotomotiv sind Kühe. Ich freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn ich eine Rinderherde seh. So richtig wie es sich gehört - Freilandhaltung. Schweine haben einen unglaublich hohen Unterhaltungswert. Und richtig schön meditieren lässt es sich, wenn man Hühnern beim Picken zusieht.

Auray mit schnuckeligem, alten Hafen lud uns zum Verweilen ein. Die Nächtigungsvariante befand sich ein wenig außerhalb, in Bono. Die Betreiberin begrüßte uns herzlich. Die Akadyane war das Fahrzeug ihrer Kindheit. Sie weint ihr heute noch nach.

Was mich jedoch am meisten bezauberte, war die Geflügelhaltung. Die Hühner liefen frei am ganz Platz. Wir entdeckten sie in der platzeigenen Bibliothek.  Des Morgens ereignete sich noch ein Drama - ein Hund, womöglich eines Gastes, ich habe es nicht weiter verfolgt, machte sich auf Hühnerjagd. Na das gab ein Geschrei - zuerst das der Hühner, anschließend das der Platzbesitzerin.