Eva Maria Barfuss erzählt quer durch den "Gemüsegarten" in ihrem Podcast "Barfuss im Garten" vom Leben, von Eindrücken und von Begebenheiten. Persönlich, humorvoll, mit einem Augenzwinkern und manchmal auch zutiefst Österreichisch ... Bei "Barfuss unterweg" bleibt sie diesem Motto treu: Spontan und von Unterwegs...
Donnerstag, 29. August 2013
grübel, grübel und studier
Triest war wieder ein Traum. Dann die Küste entlang runter durch Muggia hindurch bis zur Slowenischen Grenze. Denn genau da liegt ein Campingplatz. Ein großer Platz mit Dauercampern zum Großteil belegt aber irgendwie nett. Wir fanden ein lauschiges Platzerl mit Franzosen im Zelt und Italienern am Rad und spazierten noch ans Meer in freudiger Erwartung auf morgen.
Tja - eigentlich war ja der Plan (sofern wir überhaupt einen Plan haben)"Fisch zu kaufen" in Muggia. Einem kleinen Fischerdorf, wahrlich entzückend, welches wir bei unserem Triesttripp letztes Jahr entdeckt haben. Ohne Küche !!! (Schande) unterwegs, wurde dort vom Boot weg Fisch verkauft. Ich hatte gemischte Gefühle: Ach Fisch so frisch, ich will ihn haben! Mist, ich habe keine Küche mit (Liebster, ich lieb dich, aber ich hör nicht mehr auf dich)!
Daher um dieses versäumte nachzuholen, war der Beschluss rasch gefasst: auf nach Triest. Abgesehen davon, dass Triest es uns angetan hat. Ein Glas Sauvignon Blanc (natürlich aus der Region) am großen Hauptplatz mit Knabbereien und Leute beobachten und betratschen das hat schon was, auch wenn es passieren kann, dass es zu Diskussionen mit dem Kellner ob der Rechnung kommen kann.
Udine lag auch am Weg, welches unsere Kinderchen letztes Jahr für sich entdeckt hat und uns beauftragten, dort mal nach dem rechten und linken zu sehen ;-). Also alles wunderbar ....
Mittwoch, 28. August 2013
dies und das und Jausenpause
Der Sinn und Zweck des Reisens ist das Reisen an sich.
Und da wir ja sozusagen unser Schneckenhaus immer mit haben, ist für uns der Weg das Ziel (hat jetzt nichts mit Citroen zu tun ;-)).
Es tut einfach gut und entspannt außerordentlich, wenn frau (man macht das eher selten, ist eher mein Job) sich keine Sorgen darum macht: Wo schlafe ich heute? Bekomme ich ein Quartier? Was essen wir heute? Mit unserem Akadüle bleiben wir dort stehen, wo es uns gefällt und halten Picknick. Ein Plätzchen zum Schlafen für unser kleinstes Wohnmobil der Welt haben wir auch noch auf fast jedem Campingplatz gefunden. Und ein bisschen Abenteuer muss schon sein...
Natürlich mit der goldenen Kreditkarte bestehen viele Möglichkeiten. Aber 5 Sterne Hotels sind weltweit relativ gleich, dass haben die standardisierten und kategorisierten Unterkünfte nun mal so an sich. Das wahre Leben und das wahre Land, habe ich das Gefühl, erlebe ich nur, wenn ich mich auch hinauswage aus den Touristenhochburgen. Und wenn ich da mit meiner Master Card winke, ist es oft auch eine Einladung zur Abzocke und somit für mich auch jenseits der Urlaubserlebnisse, die ich mit nach Hause bringen möchte.
Und die schönsten Mitbringsel aus dem Urlaub sind Entdeckungen, die einen begeistert haben und die man und auch frau mit den daheimgebliebenen teilt.
Und da wir ja sozusagen unser Schneckenhaus immer mit haben, ist für uns der Weg das Ziel (hat jetzt nichts mit Citroen zu tun ;-)).
Es tut einfach gut und entspannt außerordentlich, wenn frau (man macht das eher selten, ist eher mein Job) sich keine Sorgen darum macht: Wo schlafe ich heute? Bekomme ich ein Quartier? Was essen wir heute? Mit unserem Akadüle bleiben wir dort stehen, wo es uns gefällt und halten Picknick. Ein Plätzchen zum Schlafen für unser kleinstes Wohnmobil der Welt haben wir auch noch auf fast jedem Campingplatz gefunden. Und ein bisschen Abenteuer muss schon sein...
Natürlich mit der goldenen Kreditkarte bestehen viele Möglichkeiten. Aber 5 Sterne Hotels sind weltweit relativ gleich, dass haben die standardisierten und kategorisierten Unterkünfte nun mal so an sich. Das wahre Leben und das wahre Land, habe ich das Gefühl, erlebe ich nur, wenn ich mich auch hinauswage aus den Touristenhochburgen. Und wenn ich da mit meiner Master Card winke, ist es oft auch eine Einladung zur Abzocke und somit für mich auch jenseits der Urlaubserlebnisse, die ich mit nach Hause bringen möchte.
Und die schönsten Mitbringsel aus dem Urlaub sind Entdeckungen, die einen begeistert haben und die man und auch frau mit den daheimgebliebenen teilt.
einfach lukullisch
Das Friaul wurde in den 70er Jahren im wahrsten Sinne des Wortes erschüttert.
Gemona war damals fast nicht mehr vorhanden. Heute, 2013, spaziert man und auch
frau durch die engen Gassen und findet es nur bezaubernd. Eine Ausstellung
erinnert an die Katastrophe, die menschlichen Tragödien und auch an den
Wiederaufbau. Denn es ist nichts von diesem einschneidenden Ereignis zu merken.
Wir hatten das Glück mitten in die Siesta eines Mittelalterfestes in Gemona zu stoßen. Daher wahrscheinlich auch die Hinweise auf die "Taberna Bordellum". Und wieder einmal umfassen uns diese lukullischen Genüsse, die einfach zum Niederknien sind. Abgesehen des Lilas - denn nicht nur die Provence auch dieser Bereich des Friauls hat sich auf den Anbau und die Verwertung des Lavendels spezialisiert.
Schnell noch ein paar Treppchen auf und ab gelaufen und den Turm bestiegen! Vielleicht verbrenn ich ja doch noch ein paar mehr Kalorien als die, die ich zu mir nehme....
Wir hatten das Glück mitten in die Siesta eines Mittelalterfestes in Gemona zu stoßen. Daher wahrscheinlich auch die Hinweise auf die "Taberna Bordellum". Und wieder einmal umfassen uns diese lukullischen Genüsse, die einfach zum Niederknien sind. Abgesehen des Lilas - denn nicht nur die Provence auch dieser Bereich des Friauls hat sich auf den Anbau und die Verwertung des Lavendels spezialisiert.
Schnell noch ein paar Treppchen auf und ab gelaufen und den Turm bestiegen! Vielleicht verbrenn ich ja doch noch ein paar mehr Kalorien als die, die ich zu mir nehme....
Dienstag, 27. August 2013
Cavazzo
Der See, der Campingplatz, wunderschön gelegen, türkisgrünes Wasser und
wirklich, wirklich kläsch-kalt. 5 bis 10 Jahre jünger entsteigt frau dem See,
straff und knackig - aber bei Temperaturen von rund 40°C ein wirkliches
"Zisch-Erlebnis".
Aber das was uns am meisten fasziniert hat, waren die Wasserflugzeuge, die vom See Wasser aufgenommen haben, um den oben im Kanaltal wütenden Waldbrand - wahrscheinlich nicht zu löschen, aber doch - einzudämmen.
Eine Belgierin, an sich sehr nett und zutraulich (wie halt Belgier so sind), nahm diese Umstände sehr persönlich. Der See kann sich einfach nicht aufwärmen. Er ist ein Stausee und ständig wird neues, eiskaltes Gebirgswasser hinzugelassen. Ist das wirklich notwendig? Und müssen denn die Flugzeuge wirklich ab 7 Uhr früh und dann den ganzen Tag fliegen? Frau will ja schließlich auch ein bisschen Urlaub und Ruhe und angenehme Wassertemperaturen haben...
Naja, ich glaube, für manche Menschen ist es nur dann ein gelungener Urlaub, wenn ihnen schreckliche Dinge widerfahren oder sie diese zu mindestens herbeireden oder sagen wir mal: sich so interpretieren lassen. Alles fein und gut, geht gar nicht. Und sind widrige Umstände vorhanden (ein Waldbrand, bitte, kann ja auch eine Woche später gelöscht werden!) dann haben die natürlich mit einem persönlich zu tun. Diese Art der Egozentrik ist sehr disharmonisch mit fein und schön...
Aber das was uns am meisten fasziniert hat, waren die Wasserflugzeuge, die vom See Wasser aufgenommen haben, um den oben im Kanaltal wütenden Waldbrand - wahrscheinlich nicht zu löschen, aber doch - einzudämmen.
Eine Belgierin, an sich sehr nett und zutraulich (wie halt Belgier so sind), nahm diese Umstände sehr persönlich. Der See kann sich einfach nicht aufwärmen. Er ist ein Stausee und ständig wird neues, eiskaltes Gebirgswasser hinzugelassen. Ist das wirklich notwendig? Und müssen denn die Flugzeuge wirklich ab 7 Uhr früh und dann den ganzen Tag fliegen? Frau will ja schließlich auch ein bisschen Urlaub und Ruhe und angenehme Wassertemperaturen haben...
Naja, ich glaube, für manche Menschen ist es nur dann ein gelungener Urlaub, wenn ihnen schreckliche Dinge widerfahren oder sie diese zu mindestens herbeireden oder sagen wir mal: sich so interpretieren lassen. Alles fein und gut, geht gar nicht. Und sind widrige Umstände vorhanden (ein Waldbrand, bitte, kann ja auch eine Woche später gelöscht werden!) dann haben die natürlich mit einem persönlich zu tun. Diese Art der Egozentrik ist sehr disharmonisch mit fein und schön...
Unter unseresgleichen
In Italien am nördlichsten Zipfel angelangt beschlossen wir gemütlich das
Kanaltal hinunter zu fahren und dann rechts abzubiegen zum Lago di Cavazzo.
Warum gerade dahin? Pöterle, ein Osttiroler Enten-Freund, hat ein
"Daheimgebliebenen" Treffen mit italienischen 2CV-FahrerInnen
organisiert. (Daheimgeblieben bezieht sich auf das Welttreffen in Spanien, dass
nicht alle besuchen wollten, konnten, durften ... was auch immer.)Wir waren nicht in Spanien sondern in Italien.
Also auf nach Cavazzo.
So hübsche Enten begrüßten uns dort. So gepflegt, so süß und erst die Insassen ... entzückend. Und im Gegensatz zu unseren Fahrzeugen, auf denen wir gerne mit allerlei Aufklebern, vorzugsweise am Kö (das ist der Pürzel der Ente), mit unseren Reisen/Treffen protzen, werden diese in Italien lackschonend und dezent auf der Innenseite des Kofferraums angebracht... Man und auch frau muss dazu sagen: Das im Autoschlafen (davon später noch mehr) und somit das Anbringen eines Kös, ist eher eine österreichische und deutsche Spezialität.
Mit Schinken - Original San Danielle - und Wein aus der Region wurde
Einstand gefeiert. Am Abend gemeinsam gesungen und weiter verkostet ... Alles
so wie es sein soll!Montag, 26. August 2013
Gail
Da nun die äußeren Umstände mit unserem Reisegefährt geklärt waren, hielt
uns nichts mehr auf.
In Seeboden am Millstättersee (Kärnten)zelebrierten wir unsere erste Urlaubsnacht mit Sternschnuppen Schauen und Wünsche ausdenken. (Gottseidank! - gab es auch wieder ein paar Sternschnuppen für Doofe, so dass mir genug Zeit blieb zum Überlegen ;-). Was soll ich machen, ich bin halt meist wunschlos glücklich!)
Dann wurde noch ein bisschen Österreichisches Bier für alle Fälle gebunkert und durchs Gailtal, den Weissensee entlang ging es dann über Thörl Maglern rüber ist nördlichste Friaul, Tarvisio.
Vor Thörl Maglern war noch ein kurzes Picknick angesagt, mit Fotoshooting für die Daheimgebliebenen. Denn ab jetzt hieß es Abschiednehmen von "what's app" und es wurde nur noch per SMS mit zuhause kommuniziert.
Wie man und auch frau am mittleren Foto sieht, haben wir uns ja sehr dezent platziert, mit unserem Abschiedspicknick. Trotz dieser vornehmen Zurückhaltung wurde uns fröhlich von radfahrenden und autofahrenden Personen zu gewinkt. Keine Ahnung wie die uns entdeckt haben ...
In Seeboden am Millstättersee (Kärnten)zelebrierten wir unsere erste Urlaubsnacht mit Sternschnuppen Schauen und Wünsche ausdenken. (Gottseidank! - gab es auch wieder ein paar Sternschnuppen für Doofe, so dass mir genug Zeit blieb zum Überlegen ;-). Was soll ich machen, ich bin halt meist wunschlos glücklich!)
Dann wurde noch ein bisschen Österreichisches Bier für alle Fälle gebunkert und durchs Gailtal, den Weissensee entlang ging es dann über Thörl Maglern rüber ist nördlichste Friaul, Tarvisio.
Vor Thörl Maglern war noch ein kurzes Picknick angesagt, mit Fotoshooting für die Daheimgebliebenen. Denn ab jetzt hieß es Abschiednehmen von "what's app" und es wurde nur noch per SMS mit zuhause kommuniziert.
Wie man und auch frau am mittleren Foto sieht, haben wir uns ja sehr dezent platziert, mit unserem Abschiedspicknick. Trotz dieser vornehmen Zurückhaltung wurde uns fröhlich von radfahrenden und autofahrenden Personen zu gewinkt. Keine Ahnung wie die uns entdeckt haben ...
Sonntag, 25. August 2013
Eigenheiten
Es war klar: Unser Automobil, will, sofern wir weiterkommen wollen,
spezielle Aufmerksamkeit. Die da heißt: Genügend Öl in Motor und Getriebe - eh
klar.
Und immer genügend Sprit im Tank oder besser gesagt im Kanister mit. Denn ab einer bestimmten Steigung erwischt das gute Saugrüsselchen den Sprit nicht mehr. Also vor jedem Berg mal kurz auf die Tankuhr schauen.
Viertel voll? Auftanken und für alle Fälle immer 10 Liter in Reserve mit.
ABER: Auffüllen mit Kanister nur auf einem ebenen Ausweichplatz, nicht in der Steigung. Denn ist die Steigung zu steil, dann wird's dem Akadüle zu steil und kommt nicht mehr weg. Dann darf die Barfuss ihr Füßchen rausschwingen und schieben und hoffen, dass bald ein ebenes Platzerl kommt und sie ihren Liebsten nicht vergrämt hat, damit er sie wieder an Board nimmt ;-))
Und immer genügend Sprit im Tank oder besser gesagt im Kanister mit. Denn ab einer bestimmten Steigung erwischt das gute Saugrüsselchen den Sprit nicht mehr. Also vor jedem Berg mal kurz auf die Tankuhr schauen.
Viertel voll? Auftanken und für alle Fälle immer 10 Liter in Reserve mit.
ABER: Auffüllen mit Kanister nur auf einem ebenen Ausweichplatz, nicht in der Steigung. Denn ist die Steigung zu steil, dann wird's dem Akadüle zu steil und kommt nicht mehr weg. Dann darf die Barfuss ihr Füßchen rausschwingen und schieben und hoffen, dass bald ein ebenes Platzerl kommt und sie ihren Liebsten nicht vergrämt hat, damit er sie wieder an Board nimmt ;-))
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