Mittwoch, 30. Juli 2014

Einstimmung


Durch unsere Teilhabe an der großen Entenfamilie – das heißt, wir sind oft gesehene Besucher diverser 2CV-Treffen – besteht natürlich die Möglichkeit auf der einen Seite mit den neuesten technischen Findigkeiten zu protzen und auf der anderen Seiten Erfahrungsberichte auszutauschen – UND – auszuprobieren.
Das macht Sinn. Denn ich bin ein haptischer Mensch. Ich brauche das Erleben. Ausdenken und Ausprobieren sind zwei paar Schuhe, und auch das Packmaß, was wo hin kommt, was mit muss – muss ich ausprobieren. Am liebsten am Wochenende mit FreudInnen...


Freitag, 25. Juli 2014

Leichtsinn


Die Liebe zu den Kindern ist eine naturgegebene. Ich bin eine leidenschaftliche Mutter. Und wenn der Bub seinen letzten Schultag damit besiegeln möchte, in dem er mit dem Akadüle in die Schule fährt. Dann darf er das. Leichtsinnigerweise. Denn der Bub rebelliert außerordentlich gegen sein Elternhaus und hat einen sehr starken Ordnungssinn. Der in diesem Falle darin gipfelte, dass er mein Reisemobil ausräumte. Sehr zu meiner Verzweiflung. Denn ich mag nicht nachdenken, nicht nachdenken darüber, was brauch ich mit, was hab ich schon eingepackt, was fehlt noch. Ich kann es wirklich und wahrhaftig nicht leiden. Mein Akadüle hat fertig gepackt darauf zu warten, dass wir uns reinsetzen und losfahren. Maximal Proviant und Kleidung werden nachgefasst. Und Schluss! Aus! Leider nicht so dieses Jahr. Und natürlich durften wir umkehren, weil uns Gott-Sei-Dank eh schon 10 km nach zuhause einfiel, was nicht eingepackt war ...

Sonntag, 20. Juli 2014

Das Tuning


Eines muss schon festgehalten werden. Mein/unser Akadüle ist eine Specialedition. Ursprünglich als Firmenpkw der 2CV-Serie konzipiert, also eine Dyane mit Kastenaufbau, hat sie noch nichts mit einer Luxusvariante der Reisemobile zu tun. Dank meines genialen Liebsten ist mir aber möglich Wünsche über Wünsche zu äußern und sie werden ausgetüftelt und getunt und gefertigt. So wie mein Tischchen. Aus der Not der Windverwehungen beim Kochen gedacht und dann zur Luxusfrühstücksvariante ausgefeilt. Ein Klapptisch quasi in die Innenwand der hinteren Türe gesteckt. Ganz schmal im Packmaß und genial in der Verwendung ... ich liebe diese Spieler- und Spinnereien!

Donnerstag, 17. Juli 2014

Barfuss unterwegs 2014


Nein, ich habe Schuhe und meistens sogar an. Sie helfen, wenn das Bett sauber bleiben soll und die Waschgelegenheiten dürftig sind.
Schließlich reisen wir ja auch 2014 wieder im kleinsten Wohnmobil der Welt, in unserem Akadüle, mit knappen 30 PS.
Wir haben ein Bett, wir haben eine Küche, sogar ein Esszimmer und ein Dach über dem Kopf. Ich liebe es mir die Welt auf diese Art und Weise anzusehen. Kein Hin- und Hertragen von Gepäck. Keine Langeweile. Denn gefällt es uns wo nicht, fluggs sind wir schon fort. Und gefällt es uns besonders, na dann bleiben wir ein wenig länger.
Und um allen Daheimgebliebenen ein bisschen teilhaben zu lassen an unseren Reisen und auch zur eigenen Erbauung gibt es seit 2013 dieses Blogg. Neben meinem Podcast „Barfuss im Garten“ und meiner Radiosendung auf 94,4 „Barfuss im Studio“ eine meiner Lieblingsarten zu kommunizieren...














































Freitag, 13. September 2013

Der Duft der Weingart'npfirsich

Noch ist Spätsommer oder Frühherbst - je nach Lust und Laune.

Mein Garten birgt beides: Lust und Laune.

Es kann geerntet und verspeist werden. Dem Genuss sehr zugetan, ist daher mein Garten absolut meins.

Und das das ganze Jahr über.

Im Frühjahr mit ersten Blüten und Grün. Im Sommer und Herbst das fröhliche "Was ist denn da gewachsen?"- Spiel und im Winter die Freiheit seltsam gewandet im Freien vom Sommer zu träumen.

Wenn ich jetzt so meine Weingart'npfirsich nach langem, langem Warten pflück und so an ihnen rieche, dann riecht das unglaublich nach Sommer und Sonne. Der Duft dieser Frucht beinhaltet für mich den ganzen Sommer. Wenn ich könnt, ich würd ihn mir konservieren und wenn doch mal ein Winterdepressiver mit heimsucht ihn damit umnebeln.

Aber vielleicht funktioniert es ja auf Umwegen. Der Mensch hat ja an und für sich ein phänomenales Gedächtnis und auf gewisse Reize folgen andere Reize.

Also hoffe ich, mir mit diesem Bild auch den Duft zu merken und wenn ich's anseh' und kurz die Augen schließ, hab ich das komplette Sommerfeeling wieder in mir inklusive dieses unbeschreiblich, zarten, fruchtigen, süßen, warmen Geruchs.

Donnerstag, 12. September 2013

bin wieder da

Tja, Österreich begrüßte uns mit Regen.

Auch gut, dann lassen wir das sonnige Kärnten halt sonniges Kärnten sein und fahren gen Norden, weil da scheint die Sonne, so versicherten die Kinder.

Ein paar Bergerl mussten noch bewältigt werden und das Gesäuse bewundert.

Dann im heimischen Niederösterreich gab ich die Parole aus: so ich heute Abend kochen täten tat, wer wäre da zugegen? Und flugs kamen die Antworten in Heerscharen: Wer lässt sich das entgehen? Sicher bin ich da, Wien kann warten! Ich komme!

So große Kinder und doch noch so Familie. Schön, wenn sie einem die Reise gönnen aber auch ehrlich zugeben: Wir haben euch vermisst! Ohne euch ist es urlangweilig zu Hause. Schön das ihr wieder da seid.

Und so wurde dann kaum zu Hause auch schon das erste Mitbringsel ausgepackt: die italienische Heurigengarnitur wurde ihrer Bestimmung zu geführt und bei uns im Garten aufgestellt. Denn in der Wachau da schien die Sonne bis tief in die Nacht hinein. Aber vielleicht auch nur, weil wieder alle beisammen waren und uns gegenseitig teilhaben ließen an unseren Erlebnissen der vergangenen Tagen.

Mittwoch, 11. September 2013

Indiana Jones

Und weil wir ja aufgrund unserer Shoppingtour recht gut beladen waren und unsere Bergerlebnisse ausreichten, beschlossen wir, aufgrund meiner umfassenden kartografischen Kenntnisse, über Kranjska Gora (Slowenien) und den Wurzenpass zurück nach Österreich zu kehren.

Haha, Schurkin, der war nicht schlecht.

Eins sei euch ins Stammbuch geschrieben: das Isonzo-Tal, nein die Isonzo-Schlucht zu fahren, ist schier unglaublich. Kein Problem dort den 5. oder 6. Teil von Spielbergs Indiana Jones zu drehen. Tief Türkises Wasser, weiße Kalkfelsen und Hängebrücken mit brüchigem Holz, dass dir schon vom Hinschauen ganz schummrig wird.

Und die Straße wendelt sich hoch auf 1612 m. Was frau natürlich nicht so gesehen hat, war sie doch ganz von 1070 m beim Wurzenpass fasziniert. Aber es wäre nicht unser Akadüle, wenn sie diese Herausforderung nicht auch noch geschafft hätte. Nicht einmal ein "müdes A...runzeln" kostete ihr das, wie mein Liebster recht blumig zu formulieren beliebt.

In Kranjska Gora musste ich natürlich noch mal, zumindest nur mit den Fußerln, ins Wasser und dann waren wir auch schon wieder "unten" am Wurzenpass. Und dann wurde es aber "Hallo". Denn die Österreich halten nichts von Wendeln und Cruisen, stichgerade mit einer rund 20 % Steigung geht es vom Wurzenpass hinab ins Tal. Aber auch das kein Problem für unsere braven 30 PS. Erster Gang rein, runterfahren und möglichst wenig bremsen lautete die Devise...